Tatsächlich reisten im Januar 2011 drei Soldaten der Bundeswehr in die Golfdiktatur, um dort etwa 20 saudische Kollegen rund neun Wochen lang zu schulen. Die „taktischen Missionsflüge“, die Teil des Ausbildungsprogramms waren, wurden laut Auskunft des Bundesverteidigungsministeriums „im grenznahen Bereich zum Jemen“ durchgeführt – eine Tatsache, aus der das Ministerium ableitete, das Gerät werde „zu Aufklärungszwecken im Rahmen der Grenzsicherung“ genutzt.[4] Dass eine Luna-Drohne im April 2015 in der Provinz Saada abgefangen wurde, die damals von der saudischen Luftwaffe besonders massiv bombardiert wurde (german-foreign-policy.com berichtete [5]), belegt ihre Nutzung zu Aufklärungszwecken auch im Krieg.