19.09.2017 - 18:59 [ German Foreign Policy ]

Ein besonderes Verhältnis

Die militärpolitischen und rüstungsindustriellen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Myanmar reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Sie waren lange überaus eng mit der von 1954 bis 1990 in Bundesbesitz befindlichen Fritz Werner Industrieanlagen GmbH aus Geisenheim (Hessen) verknüpft, die, wie es in einer Untersuchung über die deutsch-myanmarischen Beziehungen heißt, „für die Ausrüstung der burmesischen Landstreitkräfte sorgte“.[1] Bereits 1958 errichtete Fritz Werner in Kooperation mit Rheinmetall eine erste Munitionsfabrik im Norden der damaligen Hauptstadt Yangon; zwei weitere Waffenfabriken, eine ebenfalls bei Yangon, die zweite bei Prome, folgten.