05.12.2012 - 08:26 [ jenapolis ]

Doppel-Sonderausstellung im Phyletischen Museum der FSU Jena

Jena. Selbst wenn der Mensch die Umwelt nicht selber zerstört, so kann er dennoch zur Ursache für ihre Vernichtung werden. Als Christoph Kolumbus den amerikanischen Kontinent betrat, brachte er nicht nur andere Werte und eine fremde Kultur mit, sondern auch Tiere und Pflanzen, die bis dahin nicht in Amerika heimisch waren. Heute, in Zeiten der Globalisierung, transportieren Menschen täglich zahlreiche Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien von Ort zu Ort – beabsichtigt oder nicht. So gelangen viele Organismen in Gebiete, die sie natürlicherweise nie erreicht hätten. Wenn sich die Organismen am neuen Ort etablieren, sich vermehren und ausbreiten können, bezeichnet man dies wissenschaftlich als Biologische Invasionen.
„Invasive Arten können weitreichende Auswirkungen auf die biologische Vielfalt haben, aber auch große ökonomische und gesundheitliche Probleme verursachen“, sagt Dr. Gunnar Brehm, der die Ausstellung konzipiert hat. Bekannte „Invasoren“ in Thüringen sind z. B. die Kanadische Goldrute,die inzwischen an fast jeder Böschung zu finden ist, und der nordamerikanische Waschbär. Weil die Pelztiere so putzig aussehen und weil viele invasive Pflanzen ursprünglich von Gärtnern eingeführt wurden.