06.02.2014 - 17:56 [ German Foreign Policy ]

Die Zukunftsmärkte des Krieges

Gewisse Märkte erschließt die deutsche Rüstungsindustrie ohnehin über Tochterunternehmen im Ausland. Rheinmetall etwa hält die Mehrheit (51 Prozent) an der südafrikanischen Rheinmetall Denel Munition Ltd., die unter anderem Artillerie-Munition, Gefechtsköpfe und Flugzeugbomben produziert. „Während ein Großteil des Geschäfts von Rheinmetall Defence in den NATO-Staaten“ realisiert werde, verkaufe „Rheinmetall Denel Munition vor allem – neben Südafrika – in Asien, im Mittleren Osten und in Südamerika“, erläutert der deutsche Konzern.[9] Rheinmetall Denel Munition will im kommenden Jahr eine Offensive vor allem in Südamerika starten. Letztes Jahr habe man bereits eine Präsenz in Russland aufgebaut, teilt ein Firmensprecher mit: Pretorias Mitarbeit im BRICS-Zusammenschluss (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) habe in Russlands Militärbranche „Platz“ für Rheinmetall-Munition geschaffen.[10] „Ein Zukunftsmarkt neben dem Mittleren Osten ist Russland“, hatte sich Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt schon 2012 zitieren lassen.[11] Von Südafrika aus geht die Eroberung des russischen Rüstungsmarktes offenbar besser voran als von Deutschland aus.