08.06.2015 - 01:06 [ Zeit ]

Die verkauften WM-Turniere

Kurz zuvor war eine Deutschland AG aus Politik und Wirtschaft tätig geworden, vor allem in Gegenden, in denen Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees lebten. Daimler investierte Hunderte Millionen Euro in Hyundai, ein Sohn des Hyundai-Gründers saß im Exekutivkomitee der Fifa. Volkswagen und die Bayer AG versprachen hohe Investitionen in Thailand und Südkorea. Die Regierung von Gerhard Schröder beschloss eine Woche vor der WM-Vergabe die Lieferung von Panzerfäusten an Saudi-Arabien. Deutschland habe „kurzfristig das Waffenembargo aufgehoben“, sagte Guido Tognoni, damals Fifa-Mitarbeiter, später.