Bei ihren BemĂŒhungen zur Stabilisierung des Kiewer Umsturzregimes intensiviert die Bundesregierung ihre Kontakte zu den ukrainischen Oligarchen. Bereits am Dienstag ist AuĂenminister Frank-Walter Steinmeier zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit mit dem MultimilliardĂ€r Rinat Achmetow zusammengetroffen. Ziel ist es, die Regimegegner im Osten des Landes zu bezwingen und so die sĂŒdöstliche Industrieregion Donbass wieder unter Kontrolle zu bekommen. Eine wichtige Rolle dabei spielt der MilliardĂ€r Ihor Kolomojskij, der mit seiner „Privatbank“, der gröĂten GeschĂ€ftsbank des Landes, sowie der „Privat Group“ zu den einflussreichsten Ukrainern gehört. Kolomojskij, dem auĂerordentliche AggressivitĂ€t nachgesagt wird, ist vom Kiewer Umsturzregime bereits im MĂ€rz zum Gouverneur von Dnipropetrowsk ernannt worden; von dort aus unterstĂŒtzt er Milizen, die im Ă€uĂersten Osten der Ukraine gegen die Regimegegner kĂ€mpfen, darunter ein Freikorps, das vom faschistischen „Prawij Sektor“ („Rechter Sektor“) gegrĂŒndet wurde. Die BemĂŒhungen Berlins und Washingtons, die Ukraine an den Westen zu binden, fĂŒhren damit nicht nur zur Konsolidierung der im Land weithin verhassten Oligarchen, sondern auch zur StĂ€rkung paramilitĂ€rischer FreikorpsverbĂ€nde – und womöglich in den Beginn eines BĂŒrgerkriegs.