Ausgerechnet Dmitri Medwedjew zeigt sich angesichts der neuen Transparenz im Internet denkbar entspannt. Auch wenn Russland sonst nicht gerade für seine Offenheit bekannt ist, präsentiert sich der Staatschef auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos als großer Freund der neuen Medien – einer, der schon morgens nach dem Aufstehen zum Laptop greift, um die Nachrichten zu checken. Nicht einmal die weltweit scharf attackierte Enthüllungsplattform Wikileaks kann ihm Schrecken einjagen: `Ich für meinen Teil habe gar nichts Neues erfahren`, sagt er über die Informationen, die rund um Russland enthüllt worden waren.
Das Web hat die Macht, die Gesellschaft zu verändern`, sagt Daniel Domscheit-Berg, ehemaliger Sprecher von Wikileaks, der die Plattform im Herbst wegen Unstimmigkeiten mit Julian Assange verlassen hat. Mit seinem Projekt Openleaks will er seinen Beitrag dazu leisten………………………..