Außerdem müsse man sich nun wohl darauf einstellen, dass Russland auch in Syrien „auf lange Zeit ein Faktor“ sein werde, äußerte Ende Oktober der stellvertretende NATO-Generalsekretär Alexander Vershbow mit Blick auf den neuen russischen Luftwaffenstützpunkt in dem Mittelmeerstaat: Man werde sich „über die weiteren Konsequenzen“ der russischen Militärpräsenz dort Gedanken zu machen haben. In der NATO ist bereits davon die Rede, das Mittelmeer sei „wieder ein umstrittener Raum“. Russlands Präsenz könne sich auf die Machtprojektion von US-Marineschiffen in den Persischen Golf auswirken, heißt es; sie hätte etwa die Entscheidung der NATO im Jahr 2011, in Libyen militärisch zu intervenieren, weitaus schwieriger gemacht.