Verdi revanchierte sich ihrerseits, indem sie den Konzern, der für seine brutalen Arbeitsbedingungen bekannt ist, in den Himmel lobte. Der für Schlecker zuständige Gewerkschaftssekretär, Achim Neumann, war im November 2010 im Manager-Magazin voll des Lobes über Schlecker und bescheinigte dem Unternehmen Vorbildcharakter. Beim Thema tarifvertraglicher Verpflichtungen sei Schlecker „geradezu Vorreiter der Branche“. Auch Verdi-Chef Frank Bsirske bestätigte diese Einschätzung im September 2011 auf dem Leipziger Bundeskongress.