Der Einsatz schwer bewaffneter NATO-Truppen als „FriedenshĂĽter“ in Bosnien wird von Politikern wie Medien im Westen gleichermaĂźen als angemessene – wenn auch sehr späte – Reaktion auf einen Ausbruch von ethnischen Säuberungen und Menschenrechtsverletzungen hingestellt. In der Folge des im November 1995 abgeschlossenen Dayton-Vertrages ist der Westen bemĂĽht, sich als Retter der sĂĽdlichen Slawen zu präsentieren und mit der „Arbeit am Wiederaufbau“ der neuen souveränen Staaten fortzufahren.