(13.11.2011) Als Kreise in Berlin und anderen Weltstädten aus dem Karlsruher Bundesverfassungsgericht heraus über das drei Tage später offiziell verkündete Urteil 2 BvR 987/10 offensichtlich bereits vorab informiert worden sind, treten am 4.September die Führer zweier Parteien, welche 2005 ihren kurzen Zwist während der Vorbereitung und Durchführung der Irak-Invasion begraben und eine „großen Koalition“ in Berlin installiert hatten, vor die Presse. Ex-Kanzler Gerhard Schröder und die amtierende Kanzlerin Angela Merkel verkünden einer, wie üblich mehrheitlich passiven und teilnahmslosen Öffentlichkeit in Deutschland, die „Europäische Union“ werde in ihrer jetzigen Form begraben (1):
„Nach Spiegel-Informationen ist die Kanzlerin bereit, die Idee von der einen EU aller 27 Mitgliedsländer hinter sich zu lassen, um die Euro-Zone zu stärken. Der richtige Plan, findet Schröder. Denn es sei „ein schwieriges Geschäft, im Europa der 27 voranzukommen“. Der Altkanzler glaubt: „Wir sollten jetzt nicht länger fackeln, sondern ernst machen mit Kern-Europa.“
„Eine Art eigener Vertrag“ sei „denkbar“, als Parallel-Ebene zum Lissabon-Vertrag der „Europäischen Union“.