(12. Januar 2007) Nicht nur westliche Menschenrechtsgruppen, sondern auch ugandische Blogger gehen davon aus, daß Museveni selbst hinter der LRA steckt oder in ihrem Schatten sein Militär selbst die Bevölkerung terrorisieren läßt, sie aber mindestens gewähren läßt.
Wie aber paßt das zusammen?
Nun, die LRA wurde in dem Augenblick gegründet, in dem der Präsident Tito Okello, ein Acholi, gestürzt worden war.
Die Massaker der LRA, ausgerechnet an den Acholi, obwohl doch angeblich gegen die ugandische Regierung kämpfend, gaben dem neuen ugandischen Diktator Museveni die Möglichkeit, diese Minderheit “ebenfalls” zu unterdrücken und die Region dauerhaft zu zerstören. (..)
10 Jahre lang, von 1995 bis 2005, gab es laut dem Internationalen Gerichtshof offenbar keinerlei Kontakt zwischen diesem allgegenwärtigen Feind und dem Militär Ugandas.
Wie kann das sein? (..)
Sowohl die SPLA Süd-Sudans, als auch die ugandische Armee (UPDF) können diese Angriffe nicht stoppen oder verhindern, obwohl einer der letzten, am Sonntag dem 07.Januar, nur 6 Kilometer von einem SPLA-Stützpunkt stattfand ((19), dieser Bericht dazu übrigens blumig ausgeschmückt mit vielen Namen, örtlichen Stammessprachen, Ooohs und Ahhhs und in einer Zeitung namens “New Vision”, deren Chefredakteur aus dem Militärgeheimdienst stammt).
Die “Lords Resistance Army” (LRA), die doch seit Jahren eine Spur des Grauens durch Uganda, Teile von Kongo und den Süd-Sudan zieht (wo sie laut der “Sudan Tribun” vom 10.09.2003 ganz offiziell drei Meilen südlich von Juba ein Camp bezieht, was aber merkwürdigerweise von NORD-Sudan und “arabischen Staaten” finanziert sein soll) hat ein Büro in Nairobi.
Mitten in der Hauptstadt Kenias sitzt, völlig unbehelligt, diese LRA, ein Brutal-Phantom des Dschungels und lädt auch noch zu Verhandlungen mit der Regierung Ugandas ein, so beschrieben in einer “Friedensstudie” des Reflecting on Peace Practice Project (RPP).
Diese RPP wird wiederum ganz offiziell gesteuert von einer “Collaborative for Development Action, Inc. (Cambridge, Massachusetts, USA)”, und zwar mit der Unterstützung der Regierungen von Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Deutschland, Australien und dem British Empire…
Erst am 29.November trafen sich dort Vertreter der ugandischen Regierung und der LRA, deren angeblicher “ex-”Sprecher in London sitzt.
Niemand weiß, ob die Person, die auf diversen Fotos zu sehen ist, wirklich Joseph Kony ist. Wenn diese Person jemals existiert hat, ist keineswegs sicher, daß er heute noch lebt oder daß es sich immer noch um die gleiche Person handelt.