Für alle spürbar wurden in den vergangenen Jahren tatsächliche und vermeintliche „Leaks“ – an die Öffentlichkeit gebrachte Dokumente, die ursprünglich geheim oder privat waren – zu einem Instrument der Geopolitik. Die zunächst von der Zivilgesellschaft als Helden gefeierten „Whistleblower“ werden seitdem zu Bedrohungen der nationalen Sicherheit stilisiert. Auch um ihnen das Handwerk zu legen, wurde im Verlauf dieses Jahres ein neues Kommando Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr aufgestellt – das mit gut 13.000 Dienststellen den klassischen Teilstreitkräften Marine, Heer und Luftwaffe gleichgestellt ist. Im Weißbuch der Bundeswehr wurde
festgeschrieben, dass das neue Kommando auch offensive Fähigkeiten bereitstellen soll.