Was bedeutete diese Gemengelage von Pipelines aus Marseille, Genua und Triest nun aber für die Schweiz und ihre Versorgungssicherheit? Werner Flachs, Delegierter für wirtschaftliche Landesversorgung, musste konstatieren, dass ein Ausfall von Marseille, Genua und Triest die Schweiz im Mark treffen würde! Denn im Jahre 2010 wurde das Erdöl wie folgt in die Schweiz transportiert: zu 43% via Pipelines, zu 24% via Rhein nach Basel, zu 25% per Bahn, zu 8% per Lkw. Eine Pipeline-Blockade beträfe also fast die Hälfte des Schweizer Imports an Erdölprodukten! Ein Umstand, der jeden, dem an der Unabhängigkeit der Schweiz liegt, unruhig machen muss. (vgl. Ganser, S. 131ff.)