Doch nicht nur am 11.Juni wird sich die Stadt in Tarnfarben hüllen. Schon lange ist die Bundeswehr in Erfurt allgegewärtig. „Es gibt kein Stadtgebiet, in der nicht die großflächige Plakatwerbung der Bundeswehr zu finden ist, in fast jeder Straßenbahn- und Bushaltestelle der EVAG wirbt ein Plakat für den Dienst an der Waffe, ein Straßenbahnwagon mit Bundeswehrwerbung rollt seit ca einem Jahr durch die Stadt.“ empört sich linkjugend-Landessprecherin Valentine Franck. Auch weiterhin besuchen sogenannte Jugendoffiziere Erfurter Schulen und stellen ihre blutige Form der Konfliktbewältigung vor. Öffentliche Gelöbnisse und Truppenverabschiedungen in prunkvollen Paraden auf dem Petersberg romantisieren den wahren Zweck einer Armee, nämlich Krieg zu führen. Nicht zuletzt ist die Stadt Erfurt durch die Errichtung des Logistik-Kommandos in das Zentrum der deutschen Armee gerückt. Von hier aus werden die logistischen Voraussetzungen geschaffen, die Kriege mit deutscher Beteiligung erst ermöglichen. Mit der Patenschaft an dem Kriegsschiff Korvette K130 Erfurt wird dem Ganzen die Krone aufgesetzt.