29.06.2017 - 17:33 [ German Foreign Policy ]

Bürgerbeteiligung (II)

Um die deutsche Gesellschaft widerstands- und kriegsfähig zu gestalten, forderte Ludendorff neben propagandistischen auch vielfältige wirtschaftspolitische Maßnahmen. Die Belieferung von Bevölkerung und Armee mit Gütern des täglichen Bedarfs hatte dabei für ihn oberste Priorität: „Es ist selbstverständlich, dass die Versorgung von Volk und Heer mit Verpflegungs-, Futter- und Treibmitteln … an erster Stelle steht. Der Mensch muss zunächst einmal leben und am Leben erhalten bleiben, um arbeiten und kämpfen zu können.“[6] Seine diesbezüglichen Vorschläge umfassten die Anlage von Rohstoff-, Bekleidungs- und Treibstoffvorräten ebenso wie die Magazinierung von Getreide und Futtermitteln und die Rationierung von Lebensmitteln. Analoge Ausführungen finden sich in regierungsamtlichen Dokumenten der BRD. Die 2016 vom Bundesinnenministerium erlassene „Konzeption Zivile Verteidigung“ etwa bezeichnet die „Abwehr und Bewältigung von Ausfällen und Störungen von Versorgungsleistungen“ als „strategische Schutzziele“.[7]