In Militärkreisen kursierten Listen, auf denen die Namen und Fotos dutzender Menschenrechtsaktivisten aufgeführt seien, die ermordet werden sollen. Eine weitere Liste sei an die Sondereinheit der Militärpolizei „Fusina“ gegangen, die im gesamten Land tätig ist. Cruz berichtete zudem von einem Folterraum und dass er in der Nacht Plastiksäcke mit Leichenteilen entsorgt habe. Die Details seines Berichtes erinnern an die 1960er bis 1980er Jahre, als Todesschwadrone, Verschwindenlassen und geheime Folterzentren weit verbreitete Strategien bei Militär und Polizei in Lateinamerika waren.