Eine Aufstockung der Haushaltsmittel für die Bundeswehr wird in Berlin schon lange nicht nur gefordert, es sind auch konkrete Schritte unternommen worden. Lag der deutsche Wehretat im Jahr 2000 noch bei 23,1 Milliarden Euro, so stieg er in den folgenden Jahren deutlich an und erreichte 2015 rund 33 Milliarden Euro – mehr als 40 Prozent über dem Wert eineinhalb Jahrzehnte zuvor. Wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang Mai ankündigte, wird die Bundeswehr nun zum ersten Mal seit 1990 wieder personell aufgestockt; zudem sind groß angelegte Aufrüstungsmaßnahmen geplant. Die Rede ist von einem Volumen von 130 Milliarden Euro bis 2030. Der Militärhaushalt werde entsprechend erhöht, heißt es: schon im kommenden Jahr auf 36,6 Milliarden Euro, 2020 dann auf 39,2 Milliarden Euro.[1] Kanzlerin Merkel hat zuletzt im April bekräftigt: „Wir wissen, dass wir unsere Verteidigungsanstrengungen erhöhen müssen, auch was die materielle Ausstattung anbelangt“.