Am Nachmittag empfängt er eine Abordnung der Istanbuler Architektenkammer; es wird ein fünfstündiges Palaver mit Klagen über die vermeintliche Bevorzugung internationaler Architekten und die Verschwörungstheorien, die Stadtplaner seien Agenten der EU und wollten das türkische Wirtschaftswachstum abwürgen. Kaptan und seine Mitarbeiter hören alles geduldig an, Kritik ersticken sie unter langen Monologen. Der IMP-Chef sagt, am Ende des gesamten Planungsprozesses hoffe er auf einen breiten Konsens. „Die Probleme lassen sich nicht durch Anordnungen lösen“, so Kaptan, „sondern nur durch Partizipation.“