Die 1787 in Philadelphia beschlossene US-amerikanische Verfassung schrieb einen Souveränitätstransfer fest und setzte eine demokratisch legitimierte Bundesregierung ein, die in der Lage war, eigenständig Steuern zu erheben, Geld zu prägen und zu borgen. Die Gesetze der Bundesregierung waren für die Bundesstaaten bindend.
Diese Konstruktion zeigt bis heute, insbesondere in Krisenzeiten, Wirkung: Trotz des ähnlichen Verschuldungsgrades
auf beiden Seiten des Atlantiks begegnen die Märkte den USA mit Vertrauen, den kriselnden Euro-Staaten hingegen geradezu panisch. Während das politische Zentrum in Washington durch eine günstige Bonität weitere Kredite zur Stabilisierung von Haushalten der Bundesstaaten aufnehmen kann, bürgen in der Euro-Zone trotz kosmetischer Reformen die Staaten weiterhin alleine für ihre Schulden.