„Deutet sich hier ein Kurswechsel an?“, fragt Carl Weinberg, Ökonom bei High Frequency Economics. Seines Erachtens sprechen einige Indizien für diese Lesart. Die EZB habe beim Versuch, die überschüssige Liquidität aus dem Markt zu bekommen, den Banken gerade mal 0,62 Prozent Zinsen geboten. Eine generösere Rendite hätte ausgereicht, um mehr Gelder einzusammeln. „EZB-Chef Mario Draghi scheint drauf und dran, die deutschen Vorbehalte über Bord zu werfen, und zur Finanzierung der europäischen Staatsschulden die Notenpresse anzuwerfen“, so Weinberg.