Während Paris und London ein UN-Mandat dafür anstreben, warnte Bundesaußenminister Guido Westerwelle vor katastrophalen Folgen. Eine Flugverbotszone bleibe zwar „eine Option“, sagte er auf dem Treffen der EU-Außenminister. Mit Blick auf Afghanistan und den Irak müsse man aber „das Ende einer militärischen Intervention“ mit bedenken.
Durch einen von der NATO geführten Einsatz könne die Stimmung in der ganzen arabischen Region umkippen. „Wir wollen nicht Teil einer Bürgerkriegspartei werden. Und wir dürfen nicht aus Unkenntnis der Lage die gesamte Demokratiebewegung gefährden“, warnte Westerwelle. Bedingung für eine Flugverbotszone sei für Berlin deswegen nicht nur ein UN-Mandat. „Auch müsste sich die Arabische Liga an den Einsätzen beteiligen.“