Heinrich von Sybel, Geschichtsschreiber des preußisch-deutschen Reiches, behauptet in einer ausführlichen Darstellung der polnischen Teilungen: „Es trat ein, was geschehen mußte, nachdem ein großes und begabtes Volk den politischen Selbstmord durch zwei Jahrhunderte hindurch an sich selbst vollzogen hatte.“ (…)
Unter dem angeblichen Selbstmord Polens verstand Sybel das Wahlkönigtum Polens und den großen Einfluß des Adels auf die Politik. Anders als in anderen Ländern Europas, wurde Polen nicht absolutistisch regiert. Sybel deutete dies als Schwäche und entschuldigte die dreisten Diebe mit der Gelegenheit, die man ihnen bot.