08.12.2010 - 19:26 [ tagesschau ]

Nach Festnahme in Großbitannien Australien nimmt Assange in Schutz

Rückendeckung aus der Heimat: Australiens Außenminister Rudd hat WikiLeaks-Gründer Assange gegen die Kritik aus den USA verteidigt. Nicht dieser sei für die Veröffentlichungen verantwortlich, sondern die USA selbst. Das sehen auch andere prominente Australier so.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Hörfunkstudio Singapur

Einen Tag nach der Verhaftung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange in Großbritannien hat die australische Regierung ihren umstrittenen Staatsbürger gegen den Vorwurf des Geheimnisverrats in Schutz genommen. Für die Veröffentlichung von mehr als 250.000 geheimen Dokumenten aus dem diplomatischen Schriftverkehr sei die US-Regierung verantwortlich – und nicht der Gründer des Internet-Portals WikiLeaks, sagte Australiens Außenminister Kevin Rudd. Das Problem seien vielmehr undichte Stellen in den US-Behörden.