23.08.2015 - 08:36 [ Neue Rheinische Zeitung ]

Mythos einer „friedlichen Revolution“: Gewalt in Syrien durch Angriffe bewaffneter Regierungsgegner geschürt

(6.Juni 2012) Vor allem die Unterstützer der „syrischen Revolution“ aus linken Kreisen und der Friedensbewegung betonen nach wie vor den gewaltfreien Charakter der Protestbewegung. Dieses Bild sei jedoch schwer mit den Berichten unabhängiger Zeugen und der erbarmungslosen Ermordung zahlreicher Sicherheitskräfte in Einklang zu bringen, widersprach auch die International Crisis Group (ICG) bereits Anfang Juli 2011 dieser Darstellung. Plausibler sei es, dass „kriminelle Netzwerke, bewaffnete Islamisten-Gruppen, von außen unterstützte Elemente und einige, in Selbstverteidigung handelnde Demonstranten zu den Waffen gegriffen haben.“

Die beträchtlichen Verluste unter den Sicherheitskräften neben der großen Zahl von toten Zivilisten zeige, so die transatlantische Denkfabrik weiter, dass „die Dynamik des Blutvergießens weitgehend im Dunkel bleibe, verhüllt durch ein Übermaß von unglaubwürdigen Behauptungen und Gegenbehauptungen.“