Beantragt hat die Importgenehmigung Genective, ein Joint Venture von KWS und Vilmorin & Cie, einer Tochterfirma des französischen Saatgutkonzerns Limagrain. Die Firmen forschen gemeinsam an gentechnisch veränderten Pflanzen, die vor allem in Amerika angebaut werden sollen. In Europa landen sie in den Futtertrögen der Fleischindustrie.
KWS erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 986 Millionen Euro – Gemeinschaftsunternehmen wie Genective nicht einberechnet. Die Gentechnik machte 2013/14 ein Drittel des Umsatzes aus, in Nordamerika sogar 70 Prozent. Neben Mais bietet KWS dort beispielsweise auch eine glyphosat-tolerante Zuckerrübe an, die mit der Monsanto-Giftmischung „Roundup“ besprüht werden kann. „Ein Nebeneinander von gentechnisch veränderten, konventionellen und ökologisch produzierten Sorten sollte auch in Deutschland möglich sein“, heißt es auf der Firmenwebsite.