01.08.2014 - 10:00 [ Außenministerium der Russischen Föderation ]

Kommentar des Außenministeriums Russlands zu den von der Europäischen Union ausgearbeiteten neuen antirussischen Sanktionen

Die Europäische Union ist offenbar bereit, für die Verwirklichung von zweifelhaften geopolitischen Schemen, welche nicht die ihren sind, ernsthafte wirtschaftliche Verluste in Kauf zu nehmen. Die Wirtschaften Russland und der Europäischen Union sind kommunizierende Gefäße und der von Brüssel begonnene Übergang zur „dritten Sanktionswelle“ wird sich auf die wirtschaftliche Lage in der EU nicht weniger auswirken als auf die Russlands. Wir möchten dabei anmerken, dass das Ausmaß des zur Schau gestellten Eifers einzelner EU-Länder beim Durchdrücken dieser irrationalen Entscheidung umgekehrt proportional ist zum Ausmaß der Folgen für ihr Wohlergehen. Wissen die Bürger der EU-Staaten, wohin diese Spiele im Sinne von verlorenen Arbeitsplätzen und versäumten kommerziellen Vorteilen führen?

Wir weisen auch darauf hin, dass diese sektoralen Sanktionen den Regeln der Welthandelsorganisation widersprechen. Beschränkende Maßnahmen im Finanzbereich haben negative Auswirkungen auch für in Russland tätige Banken aus den EU-Ländern. Einige von ihnen erzielen bis jetzt die größten Gewinne durch die Aktivitäten von Tochterbanken gerade in unserem Land.