(8.April 2013) Eines der peinlichsten Anzeichen für den Zustand (nicht nur) des Journalismus in Deutschland war das bizarre, schweigende Abkopieren der am 3. November 2012 über dessen Quartalspostamt “Spiegel” veröffentlichten Behauptungen des Bundesnachrichtendienstes B.N.D. über die mittlerweile zur Boulevard-Folklore geronnenen “Inhaber russischer Schwarzgeldkonten” in der Republik Zypern. Dem berühmten gebildeten, peniblen und für seine Demokratiefähigkeit und intellektuellen Kapazitäten in ganz Europa bekannten deutschen Zeitungsleser wurden “Reiche Russen” feilgeboten (die sich durch “Geldwäsche” aber irgendwie auch in Staatsbürger Zyperns verwandelt hätten), Appetit auf 26 Milliarden Euro “russischer Staatsbürger” gemacht die auf Konten in Zypern lägen und von “80 Oligarchen” erzählt, die sich “Niederlassungsfreiheit in der gesamten EU verschafft” hätten.
Durch die Bank weg alle, ausnahmslos alle in der etablierten Presse und der ihr hinterher laufenden Kaste der Partei-Kader schwatzten und tazten diese B.N.D.-Geschichte nach.