Ich weiß, dass er seinen Mitgefangenen eine Quelle der Zuversicht war. Ich weiß, dass er dort gesungen hat. Ich weiß dass sie ihne zusammengeschlagen haben. Ich weiß, dass sie ihm die Finger und die Handgelenke gebrochen haben. Ich weiß, dass sie ihm befohlen haben zu singen – Canta! – und ihm danach die Zunge herausgeschnitten haben.“ Dann hängten ihn die Schergen des Militärregimes an den Händen auf, „bis die Hoffnung Südamerikas gestorben und erlöst war“, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zehn Jahre später in einem bewegenden Nachruf anlässlich eines Gedenkkonzertes für Victor Jara in der Frankfurter Alten Oper schrieb.