(7.März 2015) Im Vorwort zu seinem Essay „Goldgrund Eurasien: Der neue Kalte Krieg und das dritte Rom“ sagt der Publizist Dimitrios Kisoudis ohne Umschweife worum es ihm geht. Er will „die ideologische Front“ des neuen „heißkalten Krieges“ skizzieren, in dem es „um die Währungen und Energieträger“ geht. Seine Schlussfolgerungen dabei sind erfrischend und überraschend zugleich.
Der neue kalte Krieg ist ideologisch gesehen keine bloße Fortsetzung des alten, ist Kisoudis überzeugt. Denn es gibt keine Blockbildung der kommunistischen Staaten, Russland ist nicht mehr sozialistisch und „der Westen ist nicht mehr frei“. In einer bravourösen Zusammenschau von Geopolitik, Wirtschaftstheorie, Geschichte und Theologie geht der Autor dieser These nach.