16.12.2013 - 06:46 [ Radio Utopie ]

DER MOBILE TELEVISOR (III): “Boden durchdringender Radar” aus Luftraum und Orbit

Für die Durchleuchtung von Materialien aus größerer Entfernung, etwa aus dem Weltraum, wird niedrig frequente elektromagnetische Strahlung im Spektrum der Kurzwelle angewendet. Bereits seit 2004 wird zumindest durch eine Agency mittels von Satelliten ausgesendeter Strahlung mit einer Wellenlänge von 50 Metern (6 MHz) bis 100 Metern (3 MHz) offiziell nicht nur durch sämtliche Materialien auf der Oberfläche, sondern kilometertief ins Innere des Planeten vorgedrungen. Bei der Agency handelte es sich um die “European Space Agency” E.S.A. und beim Planeten um den Mars.

Verwendet wurde das vor dem Start der Mars Express Sonde in 2003 entwickelte M.A.R.S.I.S.-System (“Mars Advanced Radar for Subsurface and Ionosphere Sounding”), welches für seinen Boden durchdringenden Radar (“ground-penetrating radar“, G.P.R.) Techniken des “synthetic aperture radar” (“künstliche Schlitze Radar”, S.A.R.) verwendet. Das offiziell unter Kontrolle der Bundeswehr mit ihrem “Kommando Strategische Aufklärung” stehende, aber ebenfalls vom Bundesnachrichtendienst B.N.D. genutzte Satellitensystem “SAR-Lupe”, welches diese Technik verwendet und offiziell seine volle Leistungsfähigkeit 2008 erreichte, sollte allen ein Begriff sein, was es nicht ist. Diesbezüglich gilt es darauf hinzuweisen, dass verfassungsrechtlich der Militäreinsatz im Inneren entsprechend neu definiert und effektiv überprüft werden müsste, was er nicht wird.

Schnittstelle für flächendeckende, internationale Spionage gegen Telekommunikation durch staatliche Stellen und Konzerne spielt das 1988 durch die damalige westeuropäische “Europäische Wirtschaftsgemeinschaft” gegründete und heute als gemeinnützig (!) anerkannte “Europäische Institut für Telekommunikationsnormen” (“European Telecommunications Standards Institute”) E.T.S.I., das mit seinem technischen Gremium für “lawful interception” in allen Kommunikationsnormen Überwachungsstandards einbaut und diese dann Geheimdiensten zur Verfügung stellt. In 2005 gab diese “private” Organisation, die mittelbar oder unmittelbar die Kommunikation von Milliarden von Menschen auf verschiedenen Kontinenten beeinflusst bzw kontrollieren kann, die Norm ETSI EG 202 730 V1.1.1 zur Nutzung elektromagnetischer Strahlung zwecks G.P.R. (Boden durchdringenden Radar) heraus und gründete die “European GPR association”. Diese sieht sich bemüht um “die Rechte unserer Mitglieder, ihnen eine Stimme auf pan-europäischer Ebene gebend”. Konzerne des informationstechnisch-spionagetechnologischen Komplex, die die G.P.R.-Technik nutzen, bewerben diese als z.B. unerlässlich zum Auffinden unterirdischer Kabelstränge und Gasleitungen.

Vollmitglied von E.T.S.I. mit “Zugriff auf die aktuellsten Standards und Vorschriften”: die mittlerweile leidlich bekannte Firma, DigiTask, u.a. Geschäftspartner des Bundeskriminalamtes B.K.A.