25.01.2014 - 23:42 [ Lars Schall ]

DAS WANDERNDE AUGE: Rouhani und der 1914-Remix

Was “steigende geopolitische Spannungen” betrifft, scheint niemand in Davos die Eier zu haben, um zu benennen, woher sie rühren; dem Niedergang des amerikanischen Imperiums mit all seinen zentrifugalen und zentripetalen Krämpfen; der Angst vieler im Westen und vor allem in Japan im Osten vor einem unaufhaltsamen, aufstrebenden China; und der unheiligen Allianz von Israel und dem Hause Saud, um den Nahen und Mittleren Osten in sektiererischen Konflikten verstrickt zu halten. Das sind die wirklichen “geopolitischen Spannungen”, die 1914 erneuern könnten, nicht Irans, Chinas oder Russlands außenpolitische Strategien.