12.08.2011 - 16:47 [ rationalgalerie ]

CHILE BRENNT – Brandstifter ist der Neoliberalismus

Hat die CDU-CSU, die gern von anderen Entschuldigungen einfordert, eigentlich schon beim chilenischen Volk Abbitte geleistet? Für Franz Josef Strauß etwa, der den 73er Putsch in Chile, mit seiner anschließenden Diktatur und ihren Folterorgien als „gewaltigen Schlag gegen den internationalen Kommunismus“ lobte und behauptete, es sei „Unsinn, davon zu reden, dass in Chile gemordet und gefoltert würde“. Oder für den CDU-Bundestagsabgeordneten Heck, der das Folterstadion in Santiago de Chile mit seinen 5.000 Häftlingen besichtigte und befand: „Das Leben im Stadion ist bei sonnigem Frühlingswetter recht angenehm“. Bisher blieb jede Entschuldigung aus. In diesen Tagen, in denen hunderttausende Chilenen auf den Straßen Gerechtigkeit fordern, wird die Frage wieder virulent. Denn die Ursachen der Proteste liegen in der Zeit der Diktatur