Eine Einbeziehung der Banken in ein zweites Hilfs-Programm ist allerdings heikel, weil eine Kettenreaktion in ihren Bilanzen droht. So warnt die Ratingagentur Standard & Poor‘s in einem Reuters vorliegenden Bericht, wenn private Gläubiger de facto zu einem freiwilligen Forderungsverzicht genötigt würden, weil ihnen sonst noch höhere Ausfälle drohten, würden die Staatsanleihen mit dem Ausfall-Status „default“ versehen. Die Papiere müssten dann in den Bilanzen abgeschrieben werden. Die Folge könnten neue Bankenschieflagen in ganz Europa sein.
Der „Welt am Sonntag“ zufolge hält es das Finanzministerium aber für möglich, eine Umschuldung so zu organisieren, dass es nicht zum fatalen „default“ kommt.