08.11.2011 - 17:37 [ Sahra Wagenknecht ]

Binnenmarkt stärken statt europaweit Sozialkürzungen erpressen

Die deutsche Agenda 2010 ist kein Vorbild für andere Euro-Staaten, sondern eine der Ursache der Euro-Krise. In Deutschland wurde durch Hartz IV, Leiharbeit und Minijobs ein riesiger Niedriglohnsektor geschaffen. In der Folge sind die monatlichen Reallöhne seit 2005 um sieben Prozent gefallen, während sie überall sonst in der Euro-Zone gestiegen sind. Das deutsche Lohn- und Sozialdumping treibt einen Keil in die Euro-Zone und bringt unsere Nachbarländer in schwere Bedrängnis. Doch statt die deutsche Binnenwirtschaft anzukurbeln drängt die Bundeskanzlerin darauf, dass der Sozialstaat in den südlichen Euro-Staaten vollends zerstört und die Demokratie dem Diktat der Finanzmärkte und des Internationalen Währungsfonds geopfert wird.