01.09.2012 - 09:48 [ Europäische Zentralbank EZB ]

Beitrag von Mario Draghi, Präsident der EZB, in: „Die Zeit“, 29. August 2012

Diese neue institutionelle Architektur bedeutet nicht, dass jetzt zuerst eine politische Union herbeigeführt werden muss. Die Währungsunion braucht ein Mehr an gemeinsamer Entscheidungsfindung. Wirtschaftliche und politische Integration können jedoch parallel laufen. Dort, wo es nötig und nützlich ist, sollte nationalstaatliche Souveränität gebündelt werden, und die entsprechende demokratische Legitimation verstärkt werden.

Wie weit nun sollte dieser Prozess der tieferen Integration gehen? Die Antwort darauf ist ganz bestimmt nicht die Zentralisierung der Wirtschaftspolitik in Brüssel.