Eine israelische Untersuchungskommission hat den Angriff auf eine Hilfsflotte für die Palästinenser im Gaza-Streifen als rechtmäßig bewertet.
Bei dem Angriff waren neun türkische Aktivisten auf dem Schiff „Mavi Marmara“ getötet worden. Die Aktivisten hatten sich geweigert, das türkische Schiff in internationalen Gewässern zu übergeben. Der Untersuchungsausschuss unter dem Vorsitz eines ehemaligen Richters des obersten israelischen Gerichts war im vergangenen Juli eingesetzt worden. Ihm gehören neben fünf Israelis auch zwei internationale Beobachter an.
Die Türkei reagierte „entsetzt und empört“ auf den Abschlussbericht. Die Regierung in Ankara hatte schon nach Einrichtung der israelischen Untersuchungskommission betont, die interne Prüfung sei bedeutungslos. Als Angeklagter könne Israel nicht zugleich Richter und Staatsanwalt sein. Seit dem blutigen Vorfall herrscht zwischen den ehemaligen Bündnispartnern Israel und der Türkei Funkstille.