Die Armee hatte zunächst die Kontrolle über den Tahrir-Platz, den Platz der Befreiung, erlangt, der in den vergangenen Wochen zum Symbol des Volksaufstandes geworden ist. Der Verkehr floss wieder. Doch dann marschierten Hunderte Polizisten ungehindert dorthin und solidarisierten sich mit der Protestbewegung. Sie kamen teils in Uniform, teils in Zivil. „Wir und das Volk gehören zusammen“, riefen Polizisten in Sprechchören. Viele schwenkten die ägyptische Fahne. Mit der Solidaritätskundgebung sollten auch „die Märtyrer der Revolution“ geehrt werden, erklärten die Polizisten.
„Wir bitten die ägyptische Bevölkerung, uns nicht zu ächten. Wir sind keine Feinde“, sagte der Polizist Mohammed Mestekawi zu Reuters. Viele Beamte seien selbst Opfer des Systems gewesen.