18.08.2013 - 09:26 [ Radio Utopie ]

Ägypten: Letztes Gefecht des “war on terror”

Bereits am Tage des Putsches in Ägypten, am 3. Juli, sagte ich exakt die Entwicklung voraus, die sich derzeit abspielt. Das war kein Zeichen besonderer Intelligenz, sondern schlicht von Übung und korrekter Diagnose. In Ägypten versuchen die gleichen Kräfte, die seit fast 12 Jahren von einem durch Attentate erzeugten Krieg profitieren, diesen sowohl blutigen wie kafkaesken Prozess weiter am Laufen zu halten. In diesem “war on terror” profitieren nicht nur diejenigen, die Attentate und Krieg hätten verhindern müssen – Geheimdienste, Polizei, Militär – sondern mindestens im gleiche Maße auch die Nomenklatura der jeweiligen Gesellschaft, die eine Entmachtung durch demokratische Mittel und die Entwicklung bzw Weiterentwicklung eines Öffentlichen Bewusstseins durch Kommunikation und Information der Bevölkerung scheut.

Um gerade dieses Öffentliche Bewusstsein – nennen wir es die Steigerung von zunächst Öffentlichem Interesse und dann Öffentlicher Meinung – zu verhindern, ist essentielles Mittel des seit 12 Jahren laufenden Krieges und seiner Kräfte die Beeinflussung der individuellen Psychologie über die Mittel der Massenpsychologie. Attentate, militärisch ohne jeden Sinn, politisch für die vermeintlich “eigene” Seite verheerend und stets den vermeintlichen Gegner befördernd, gehören ebenso dazu wie Massenkontrolle (“crowd control”), also z.B. die Manipulation von Ansammlungen Tausender Menschen durch gezielt, geplant und trainiert handelnde und eingeschleuste wenige Akteure.