Archive

08.10.2018 - 19:59 [ Radio Utopie ]

BBC-Filmreihe “The Trap” (II): Der einsame Roboter – der genetisch programmierte Homo Oeconomicus

(29.10.2012) Wie vernünftig es ist, das Wohl der Gesellschaft nicht etwa parlamentarischer Demokratie, sondern dem freien Willen freier Märkte für freie Bürger zu überlassen, wurde den vom renitenten (Wahl-)Pöbel geplagten Leistungsträgern schon 1951 als „Unmöglichkeitstheorem“ (im Film als „impossibility theorem“ erwähnt) auf den Schreibtisch gelegt. Dieses bewies – bis zum Beweis des Gegenteils, natürlich – dass parlamentarische Entscheidungen nie das optimale Ergebnis für das Gemeinwohl zur Folge haben könnten, sondern im Gegenteil ein allgemeiner Wohlfahrtsstaat nur durch eine Diktatur zustande kommen könne (viel Spaß bei der Berechnung, sie sind jetzt A, B, C, vier oder fünf).

Der Ökonom Kenneth Arrow, der das Unmöglichkeitsheorem möglich gemacht hatte, bekam dafür später 1972 den gleichen hochdotierten Preis, wie die in den 50er Jahre für das Pentagon und die R.A.N.D. Corporation arbeitenden Mathematiker John Nash („game theory“, „Nash Equilibrium“) und Herman Kahn (der einen gewinnbaren Atomkrieg errechnet hatte, bis zum Beweis des Gegenteils): den „in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteten Preis für Wirtschaftswissenschaften“ der schwedischen Zentralbank (einen „Wirtschaftsnobelpreis“ gibt es nicht.)

05.05.2018 - 19:12 [ Thomas Binder / Facebook ]

Es gibt keinen “Clash of Civilisations”

Einer der derzeit schlimmsten diesbezüglichen Mythen ist die (post)koloniale Neuerfindung des „Clashes of civilizations“ durch Samuel Huntington, Berater des US-Aussenministeriums, zwecks scheinbarer Legitimation des ethisch nicht vertretbaren neoliberalen Neo-Kolonialismus, inklusive Terrormanagement und Führen von Angriffskriegen. Wir müssen diesen Mythos – jeder von uns kennt auf diesem Planeten fast nur friedliebende Menschen – wieder aus unseren Köpfen kriegen.

19.04.2018 - 10:58 [ Luftpost ]

Was ist aus dem Westen geworden, in dem ich geboren wurde?

Die Menschen im Westens verhalten sich wie eine unterwürfige Schafherde, die willenlos hinter echten Psychopathen im klinischen Wortsinn herläuft.

Und das ist noch nicht einmal das Schlimmste.

Am schlimmsten ist das ohrenbetäubende Schweigen, die Art, wie viele Menschen wegschauen, nach dem Motto, „was geht mich das an“; am allerschlimmsten aber sind diejenigen, die dieses groteske Schauspiel auch noch ernst nehmen. Was, zum Teufel, ist mit diesen Leuten los? Haben sie sich alle in Zombies verwandelt!