Archiv: Massaker


16.09.2019 - 11:06 [ Portal amerka21.de ]

Chile: Soziale Bewegungen gedenken Jahrestag des Putsches, Staat nicht

Unterstützt wurde das chilenische Militär damals von den USA. In diesem Zusammenhang und in der nachfolgenden Zeit wurden Tausende linke, indigene und gewerkschaftliche Aktivisten verfolgt, gefoltert, exiliert oder hingerichtet.

09.09.2019 - 10:48 [ Portal amerika21.de ]

Brasilien: Jair Bolsonaro will Polizisten nach Massakern begnadigen

Der 69-jährige Rechtsanwalt Cezar Roberto Bitencourt kritisierte die geplanten Begnadigungen von Jair Bolsonaro. Die Entscheidung des Präsidentes gehe weit über die zulässigen Verfassungsgrenzen hinaus. „Dies wird zweifelsohne als Erlaubnis zum Töten interpretiert werden“, sagte Bitencourt, Doktor des Strafrechts an der Universität von Sevilla, Spanien.
Ihm zufolge wird die Begnadigung die Straflosigkeit nicht nur dieser Polizisten garantieren, „sondern aller anderen, die in Zukunft töten werden.“

28.08.2019 - 02:20 [ German Foreign Policy ]

Ein dritter Anlauf im Sahel

Tatsächlich erinnert die Entwicklung in Mali immer stärker an diejenige in Afghanistan. Auch dort kündigen die westlichen Truppen, die in diesem Fall zum guten Teil von der NATO gestellt werden, in regelmäßigen Abständen an, nun ein neues Konzept gefunden zu haben, mit dem sich die Dinge zum Besseren wenden ließen. Ebenso regelmäßig erweist sich dies als unzutreffend; vielmehr verlängern die Militäroperationen lediglich einen brutalen Krieg, der mit Waffengewalt offenkundig nicht gewonnen werden kann. Wegen der stetigen Gewalteskalation ist Mali in der Vergangenheit immer wieder mit Afghanistan verglichen worden.[8] Die Parallelen zeigen sich freilich auch in der Methodik: im Versuch, mit einer stets neuen Militarisierung das Ruder doch noch herumzureißen. Bislang war freilich kein derartiger Versuch von Erfolg gekrönt.

15.06.2019 - 21:58 [ Portal amerika21.de ]

Kommuniqué der Indigenen Gemeinde aus Guerrero, Mexiko

… Angesichts des narcoparamilitärischen Terrors und der fehlenden Reaktion des Staates erklärt sich das Gemeinschaftsterritorium Montaña Baja als ‚Gemeinschaften des CNI-CIG im Widerstand‘, um ein Massaker seitens der paramilitärischen Gruppen zu verhindern. Das bedeutet, dass unser Territorium auch für VertreterInnen aller politischen Partei sowie aller Regierungsbeamten geschlossen ist, denn diese sind bisher nur gekommen, um uns zu verlachen. Jedwede Kommunikation hat ab jetzt direkt mit unseren permanenten Versammlungen stattzufinden, die von den zivilen und agrarischen Autoritäten des Concejo Indígena y Popular de Guerrero – Emiliano Zapata geleitet werden.

Wir wiederholen, dass unser Kampf zivilgesellschaftlich und pazifistisch ist, dass wir uns jedoch nicht nur mit unserem Willen gegen die narcoparamilitärischen Banden widersetzen können; deshalb werden wir ab heute alle notwendigen Barrikaden errichten, von denen aus Männer und Frauen all unserer Gemeinschaften unser Territorium verteidigen werden, denn heute nehmen wir das Schicksal unseres kollektiven Lebens in unsere Hand…

29.04.2019 - 22:15 [ Portal amerika.de ]

Tausende Indigene protestieren in Brasilien gegen Landraub

Rund 4.000 Indigene aus allen Regionen Brasiliens und aus Nachbarländern haben vom 24. bis 26. April am brasilianischen Regierungssitz campiert, um gegen zunehmende Menschenrechtsverletzungen und den Verlust von Landrechten unter der neuen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro zu protestieren.

27.04.2019 - 17:01 [ Portal amerika21.de ]

Präsident von Brasilien beendet Ermittlungen zur Militärdiktatur

Die Ermittlungsgruppe Perus arbeitete an der Zuordnung von Knochenresten aus 1.047 Särgen, die 1990 in einem Massengrab im Westen von São Paulo gefunden worden. Erst im Jahr 2014 setzte die damalige Regierungschefin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT) die Gruppe gegen den Willen der Militärs ein. Auch Opferverbände wurden in deren Arbeit eingebunden. Noch sind 30 Prozent der Körper nicht identifiziert worden.

27.03.2019 - 23:17 [ German Foreign Policy ]

Der Hauptverdächtige und sein Kumpan

Der Skandal um den Mord an der populären linken Politikerin Marielle Franco aus Rio de Janeiro wirft ein Schlaglicht auf eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Geschäftsanbahnungsreise in der nächsten Woche. Die Reise soll interessierten deutschen Unternehmern Geschäfte auf dem Feld der „zivilen Sicherheitstechnologie“ in Rio eröffnen.

27.11.2018 - 20:46 [ César Chelala / antikrieg.com ]

Der Krieg im Jemen ist kein Krieg, sondern ein Massaker

Seit fast vier Jahren wird der Jemen, das ärmste Land der arabischen Welt, von einem blutigen Konflikt zwischen Houthi-Rebellen und Unterstützern der international anerkannten Regierung des Jemen heimgesucht. Im Jahr 2015 bildete Saudi-Arabien eine Koalition arabischer Staaten zur Bekämpfung der Houthis, zu der Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain, Ägypten, Marokko, Jordanien, Sudan und Senegal gehörten.

04.05.2018 - 15:19 [ Nachrichten.at ]

Ex-Soldat: Golan-Video als Schulungsfilm verwendet

Nach einem Bericht der in Graz erscheinenden „Kleinen Zeitung“ (Freitagausgabe) soll das Video, das einen Vorfall am 29. September 2012 auf den Golanhöhen zeigt, als österreichische Blauhelmsoldaten syrische Geheimpolizisten in einen Hinterhalt fahren ließen, ein „Schulungsfilm des Bundesheeres“ sein.

29.04.2018 - 12:02 [ Krone.at ]

Golan-Protokoll: „Winkt, solange ihr noch könnt“

Danach ist zu hören, wie sich österreichische Soldaten auf Englisch mit den syrischen Geheimdienstpolizisten unterhalten. Als das Gespräch beendet ist, sagt ein Soldat zu seinen Kameraden: „Normal müsstest das sagen. Wenn die da jetzt rüberfahren und da überlebt einer, der knallt uns ab.“ Ein Kamerad antwortet: „Die da unten haben es jetzt voll leicht. Die putzen sich jetzt auf uns ab.“ Daraufhin der vermeintliche Einsatzleiter: „Ich hab’s ihnen eh gesagt.“

29.04.2018 - 12:00 [ derStandard.at ]

Tote am Golan: Ex-Soldat meldet sich, UN spricht von „verstörendem Video“

„Der Befehl lautete: nicht einmischen“, sagte Markus H. den „Salzburger Nachrichten“. Wenn sie die Syrer gewarnt hätten, wären sie selbst „auf der Abschussliste der Bewaffneten gestanden“.

„Sie haben zu 100 Prozent korrekt gemäß unserem Auftrag gehandelt“, sagte der Steirer, der selbst ein Jahr lang am Golan im Einsatz war und die auf der Videoaufnahme zu hörenden Soldaten erkannt hat.

10.04.2018 - 10:49 [ Nachdenkseiten ]

„Nur die Toten finden hier ein besseres Leben.“ – Das Massaker und die blutigen Tage von Gaza

Der Karfreitag der Christen, der Beginn des Pessach-Fests der Juden, der „Tag des Bodens“ der Palästinenser: der 30. März bescherte Gaza ein Blutvergießen, wie es die Mittelmeerenklave seit Ende des letzten großen Krieges im Sommer 2014 nicht erlebt hatte. Beim Auftakt einer mehrwöchigen Protestaktion gegen die längste militärische Okkupation der Welt wurden 18 Menschen von israelischen Sicherheitskräften getötet, Hunderte weitere teils schwer verletzt. Von Jakob Reimann