Archiv: Journalismus


15:56 [ Portal amerika21.de ]

Drohungen gegen Medien in Brasilien: Für Berlin und Brüssel kein Grund zur Sorge

In einer Wutrede hatte Bolsonaro Ende Oktober offene Drohungen gegen das Globo-Netzwerk ausgesprochen: „Wir reden 2022 noch mal, ihr solltet hoffen, dass ich dann tot bin. Denn dann läuft eure Sendelizenz ab. Und es gibt dann keinerlei Ausnahmen mehr, weder für euch noch für andere.“

21.10.2019 - 11:19 [ Tagesschau ]

Kampf für Pressefreiheit: Schwarze Titelseiten in Australien

Aus Protest gegen eine zunehmende Einschränkung der Pressefreiheit haben die großen Zeitungshäuser des Landes ihre Montagsausgaben teilweise geschwärzt. Die Aktion steht unter dem Motto „Your Right to Know“ („Ihr Recht, zu wissen“). Auf Blättern wie dem „Sydney Morning Herald“ oder dem „Australian“ verdeckten schwarze Balken Text und Fotos.

13.08.2019 - 20:20 [ WSWS ]

John Pilger warnt: „Vergesst Assange nicht, sonst werdet ihr ihn verlieren“

Medientrust wie die New York Times und die Washington Post, aber auch jede große Zeitung in Australien und Deutschland, hatten drei Jahre lang die Lüge verbreitet, dass Assange ein „russischer Agent“ sei. Jetzt unterdrücken sie jegliche Nachricht über das vernichtende Urteil. Diese Reaktion unterstreicht nur ihre Funktion als Sprachrohr der Geheimdienste und der Regierungen, die Assange verfolgen.

06.07.2019 - 01:37 [ Netzpolitik.org ]

Reporter ohne Grenzen protestiert gegen geplante Kriminalisierung von Tor-Servern

Reporter ohne Grenzen hat zusammen mit dem Verein Zwiebelfreunde, einem der größten Betreiber von Anonymisierungsinfrastrukturen weltweit, eine Stellungnahme zum Thema veröffentlicht.

14.06.2019 - 11:39 [ NDR ]

Wikileaks: Rachefeldzug der US-Regierung?

„Es ist an der Zeit, Wikileaks als das zu benennen, was es wirklich ist: Ein nicht-staatlicher, feindlicher Geheimdienst“, sagte der heutige US-Außenminister Mike Pompeo über die Enthüllungs-Plattform bei einer Rede als CIA-Direktor 2017. Entsprechend behandeln die USA Assange nun nach seiner Festnahme in London. Sie werfen ihm vor, geheime Informationen erhalten und verbreitet zu haben. Und sie klagen ihn deshalb nach dem Spionage-Gesetz („Espionage Act“) an, das Strafen bis hin zur Todesstrafe vorsieht.

13.06.2019 - 14:32 [ Tagesschau.de ]

Entscheidung in Großbritannien: Regierung für Auslieferung Assanges

Er wolle „stets Gerechtigkeit“, und es liege ein „legitimes Auslieferungsgesuch“ vor, sagte der zuständige Innenminister Sajid Javid im BBC-Radio. Die Entscheidung liege jetzt bei Gericht, das sich am Freitag wieder mit dem Fall beschäftigen werde.

Grundsätzlich gilt in solchen Fällen, dass der Innenminister ein gültiges Auslieferungsgesuch unterzeichnen muss, wenn die entsprechenden Kriterien erfüllt sind.

12.06.2019 - 09:13 [ ORF.at ]

USA beantragen Assanges Auslieferung

Die USA haben in Großbritannien ein formelles Auslieferungsgesuch für Julian Assange beantragt. Dem Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks würden von Washington unter anderem Verstöße gegen Spionagegesetze vorgeworfen, teilte das Londoner Innenministerium am Dienstag mit. Noch diese Woche wollen die USA Beweise gegen ihn vorlegen.

11.06.2019 - 18:53 [ Sputniknews.com ]

Russland: Alle Anklagen gegen Investigativ-Journalist Golunow fallen gelassen

Zugleich sind vom russischen Innenministerium massive interne Untersuchungen bezüglich der beteiligten Ermittler im Fall Golunow eingeleitet worden, erklärte Kolokolzew.

Alle Beamten, die an dem Fall beteiligt waren, sind für die Zeit der Untersuchungen von ihrem Dienst suspendiert worden.

Der Journalist selbst erklärte mittlerweile, dass er sich an den russischen Präsidenten persönlich wenden werde, damit die Generäle des Innenministeriums, die für seine harte Inhaftierung verantwortlich sind, frist- und bedingungslos gekündigt werden.

06.06.2019 - 04:58 [ Norbert Haering ]

Assange war nur der Anfang: Die Mächtigen knebeln die Presse, in USA, Frankreich, Australien und jetzt auch in Deutschland

Jetzt rächt sich für die etablierten Medien, dass sie die zunehmende Zensur der sozialen Medien unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Hasssrede und Fake News nur halbherzig und die infame Verfolgung von Julian Assage gar nicht anprangerten und bekämpften. Schon betätigen sich alle wichtigen Plattformen der sozialen Medien als Zensoren in staatlichem Auftrag und Google als Reichweitenunterdrücker für Unbequeme.

06.06.2019 - 04:56 [ Fefe ]

Die Polizei hat in Australien beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen ABC eine Hausdurchsuchung gemacht.

Naja, Five Eyes-Country halt. Die haben da halt andere Wertvorstellungen als eine freiheitliche Demokratie wie wir hier. Bei UNS wäre sowas un-denk-bar!

01.06.2019 - 23:42 [ WSWS ]

John Pilger warnt: „Heute geht es gegen Julian Assange, morgen vielleicht gegen Sie“

Der investigative Journalist, Fernsehreporter und Filmemacher John Pilger erklärte vor dem Amtsgericht von Westminster gegenüber den Medien: „Das Verbrechen von Julian Assange besteht darin, guten Journalismus gemacht zu haben. Jeder Journalist, der sein Handwerk gewissenhaft und wahrheitsgemäß erledigt, über die Macht recherchiert, die sich über die Menschen erhebt – egal ob es sich dabei um die Regierung oder ihre Interessengruppen handelt, sollte deswegen zutiefst beunruhigt sein. Denn heute geht es gegen Julian Assange, und morgen vielleicht gegen Sie.“

29.05.2019 - 11:45 [ Gaby Weber / Portal amerika21.de ]

Deutsche Journalisten in der Geheimkartei der Foltersiedlung Colonia Dignidad

Derzeit führe ich einen Prozess vor dem Bundesverwaltungsamt Leipzig auf Herausgabe der BND-Akten zur Diktatur in Argentinien und in Chile. Einige Unterlagen habe ich – teilweise geschwärzt – erhalten, der Rest wird hoffentlich von den Richtern freigegeben werden. Die chilenische Regierung hat diese Unterlagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Bundeskanzleramt – als die aufsichtführende Behörde – wird in dem Verfahren in Leipzig nicht müde, eine Sperrerklärung nach der anderen abzugeben. Die Zusammenarbeit der Dienste und die einst zugesagte Geheimhaltung sei bis in alle Ewigkeit absolut unverzichtbar, so das Amt Merkel. Die südamerikanischen Regierungen sehen das offensichtlich anders und haben die Dokumente freigegeben.

27.04.2019 - 15:21 [ Netzpolitik.org ]

WikiLeaks: USA ermitteln gegen Assange wegen Verbreitung geheimer Informationen

Der Vorwurf ist ein Angriff auf die Pressefreiheit, denn „Erhalt und Verbreitung geheimer Informationen“ sind ureigene Aufgabe des Journalismus. Wird WikiLeaks deswegen angeklagt, sitzen alle Medien auf der Anklagebank, die geheime Informationen veröffentlichen.

21.04.2019 - 19:04 [ Netzpolitik.org ]

Die Verlegerverleger: Google, Apple und Facebook wollen die Paywall kapern

Google hat einen entscheidenden Vorteil: Der Datenkonzern hat die besseren Beziehungen zu Verlagen, die zugleich seine Klienten und Konkurrenten sind. Seit 2015 finanziert Google journalistische Innovationsprojekte mit Millionenbeträgen und bietet den Verlagen nützliche Dienste – von Google Analytics bis zum AMP-Standard, der schnelleres Laden von Inhalten ermöglicht. Der Konzern hat die großen Presseverlage dadurch zu Partnern erzogen.

Der Einstieg von Google, Apple und Facebook ins Abo-Geschäft wird das Machtgefälle zwischen Digitalkonzernen und Nachrichtenmedien ohne Frage verstärken.

18.04.2019 - 14:02 [ junge Welt ]

Seymour Hersh – Kein Präsidentenfreund

In seiner Karriere sei ihm immer bewusst gewesen, »wie wichtig es ist, große und unbequeme Wahrheiten zu enthüllen und Amerika zu mehr Wissen zu verhelfen«. Ohne Zweifel hat Seymour Hersh das erreicht, und er hat nicht nur den USA zu mehr Wissen verholfen, sondern den Menschen weltweit.

14.04.2019 - 20:54 [ WSWS ]

Deutsche Medien denunzieren Assange

Liest man die Kommentare der deutschen Medien über die Verhaftung von Julian Assange, kann man nur folgern, dass es um Demokratie und Pressefreiheit in Deutschland schlecht bestellt ist.

03.04.2019 - 20:55 [ Granma ]

Jetzt ist SIP an der Reihe

Es soll niemand glauben, dass die Interamerikanische Pressegesellschaft (SIP) ein Synomym für Journalismus ist und noch viel weniger, dass sie die Presse vertritt. Sie hat vielmehr den Auftrag, die Interessen der Eigentümer der großen Medienmonopole zu verteidigen

06.02.2019 - 15:31 [ Rubikon ]

Ein Interview mit John Pilger über das Potenzial des Journalismus – und seinen Missbrauch durch Machtinteressen.

John Pilger: Journalisten können den Menschen helfen, indem sie die Wahrheit erzählen — oder so viel von der Wahrheit, wie sie finden können — und indem sie nicht als Vertreter der Regierung, der Macht, sondern als Vertreter von Menschen handeln. Das ist echter Journalismus. Der Rest ist hohl und falsch.

05.02.2019 - 17:25 [ Presseportal.de ]

Podcast Fast Forward: Journalismus und künstliche Intelligenz

„Die künstliche Intelligenz wird sich rasant weiterentwickeln“, prognostiziert Oliver Eckert, CEO Burda Forward. „Die Explosion wird so schnell und kraftvoll kommen. Das können wir uns heute noch nicht vorstellen.“

29.12.2018 - 15:32 [ Mosaik-Blog.at ]

Der Fall Relotius: Symptom eines bankrotten Journalismus

Der Fall Relotius hat in der Medienlandschaft für helle Aufregung gesorgt. Doch während der Spiegel der Causa sogar das aktuelle Cover widmet, bleiben die wahren Gründe verborgen. Der liberale Journalismus kann sich nicht mehr erklären, wieso Menschen unzufrieden sind. Marcel Andreu schreibt über Geschichten, die falsch sind – und manchmal auch erfunden.

27.09.2018 - 21:44 [ Netzpolitik.org ]

Citizen Google: Wie ein Konzern den Journalismus dominiert

Seine Geldspenden bringen dem Konzern Soft Power, die Absicherung langfristiger Machtinteressen. Google entwickelt sich von einem Datenkonzern zu einer zentralen Schnittstelle für die Produktion und Verbreitung von Nachrichten. Wir müssen wohl bald die Frage stellen: Gibt es noch Journalismus ohne Google? Und was machen wir, wenn die Antwort darauf „Nein“ lautet?