Archiv: Gesellschaft


01.07.2019 - 12:38 [ FDP Schleswig-Holstein ]

Freiburger Thesen zur Gesellschaftspolitik der Freien Demokratischen Partei (Beschlossen auf dem Bundesparteitag in Freiburg vom 25./27. Oktober 1971)

Wo Ziele liberaler Gesellschaft durch den Selbstlauf der pri­vaten Wirtschaft nicht erreicht werden können, wo somit von einem freien Spiel der Kräfte Ausfallserscheinungen oder gar Perversionstendenzen für die Ziele liberaler Gesellschaft dro­hen, bedarf es gezielter Gegenmaßnahmen des Staates mit den Mitteln des Rechts.

Freiheit und Recht sind nach unseren geschichtlichen Erfah­rungen bedroht durch die Tendenz zur Akkumulation von Be­sitz und Geld, die die Reichen immer reicher werden läßt, und die Tendenz zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln in wenigen Händen.

Die Tendenzen zur Akkumulation des privaten Kapitals, wie sie etwa in der Verzinsung des Geldes, aber auch in der Wertstei­gerung des Bodens sichtbar werden, sind einem über Gewinn­streben und Marktnachfrage gesteuerten Wirtschaftssystem ebenso eigentümlich, wie die Tendenzen zur Konzentration des privaten Eigentums an den Produktionsmitteln. Sie sind die Kehrseite der durch eben diese Mechanismen gesicherten Lei­stungsfähigkeit eines solchen Wirtschaftssystems.

Dem freien Selbstlauf überlassen müssen eben diese negativen Tendenzen, bei aller ungebrochenen Leistungsfähigkeit, dessen Menschlichkeit am Ende zerstören: durch permanente über­ privilegierung der Besitzenden gegenüber den Besitzlosen, der Reichen gegenüber den Armen, der Produzenten gegenüber den Konsumenten, des Faktors Kapital gegenüber dem Faktor
Arbeit.

Das aber ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit oder Unge­rechtigkeit des auf einem privaten Wirtschaftssystem gegründe­ten liberalen Gesellschaftssystems. In einer Gesellschaft, in der Besitz und Geld der Schlüssel für fast alle Betätigung der Frei­heit ist, ist die Frage des gerechten Anteils an der Ertragssteige­rung der Wirtschaft und am Vermögenszuwachs der Gesellschaft nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage: sie ist die Freiheitsfrage schlechthin.

17.06.2019 - 18:39 [ Zeit.de ]

„Ich empfehle immer ein Probesterben“

Katja Habermann hat als Anwältin Hunderte Erbschaften betreut. Ein Gespräch über ihre merkwürdigsten Fälle und darüber, was beim Vererben alles schieflaufen kann. Interview: Anja Martin und Matthias Stolz

09.05.2019 - 19:39 [ Heise.de ]

50 Jahre „Verschwörungstheoretiker“: 1967 verteilte die CIA eine geheime Handreichung zur Diskreditierung von Zweiflern

(04.04.2017)

Das Dokument endete mit der Aufforderung, es zu zerstören, wenn es nicht mehr gebraucht werde. Nicht alle Exemplare wurden zerstört, vielmehr wurde der Dispatch 1976 auf Betreiben der New York Times freigegeben.

08.05.2019 - 05:02 [ Zeit.de ]

Anna Sorokin: Schreib‘ dich selbst!

Die Stadt sei von ihrer Unverfrorenheit wie „besessen“, hieß es im Time Magazine, und Netflix plant eine Serie.

Sorokins Kapital war es, Kapital vorspiegeln zu können, wovon sich Künstler und Galeristen berauschen ließen, Fotografen, Sterneköche, Hoteliers, Bankiers, Investoren, Mäzene, Freundinnen, Freunde.

27.01.2019 - 15:23 [ SRF.ch ]

Umgang mit «bösen» Emotionen – «Wut ist ein wichtiger Motor für Veränderung»

Wie kriegen wir unsere Wut in den Griff, bevor wir aggressiv werden?

Man kriegt die Wut langfristig nur in den Griff, indem man sich ihr stellt, sie wahrnimmt und sie als das nutzt, was sie auch sein soll: nämlich als Motor für Veränderung, als Motor für Selbstreflexion und für authentische Interaktion.

12.11.2018 - 14:15 [ Giga.de ]

Gut sein in Red Dead Redemption 2 heißt trotzdem, böse zu sein

Es ist ein Theaterstück über den Tod des Westernhelden, gespielt von Figuren, die um ihr eigenes Schicksal nicht wissen. Rockstar schafft es damit, eine sehr reale Geschichte zu erzählen: Ein Leben zu leben, das nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Bis einem kurz vor dem Tod klar wird – ich war nie das, was ich sein wollte.

12.11.2018 - 07:54 [ Neue Gesellschaft für Psychologie ]

Krieg nach innen, Krieg nach außen – und die Intellektuellen als „Stützen der Gesellschaft“ ?

Mit dem Symposium „Trommel für den Krieg“ 2014 und dem Kongress „Krieg um die Köpfe“ 2015 hat sich die NGfP eingehend mit den institutionellen und psychologischen Vorbereitungen zu Kriegen und die Rechtfertigung von Kriegen aus angeblicher Verantwortung heraus,beschäftigt. Wir wollen erneut die von der Mehrheit der
Bundestagsabgeordneten angemahnte stärkere Beteiligung Deutschlands an Kriegseinsätzen und die ausgeweitete deutsche Waffenproduktion, die zunehmenden Feind-Erklärungen nach außen und nach innen, thematisieren und in ihren Zusammenhängen, ihren Ursachen und Auswirkungen, verstehen.

Letztlich geht es um die Zementierung der bestehenden Macht- und
Reichtumsverhältnisse. Dafür wird das innenpolitische Klima mit allen Mitteln nach rechts gedrückt, werden demokratische Errungenschaften gekippt, soziale Sicherheiten abgebaut, Kontrollen der staatlichen Apparate über Bord geworfen, wird
ein Klima des Verdachts und des Misstrauens
untereinander geschaffen.

21.09.2018 - 15:02 [ Zeit.de ]

290 Kulturschaffende fordern Rücktritt des Bundesinnenministers

Die Kulturschaffenden werfen Seehofer vor, „die Werte unserer Verfassung“ zu beschädigen. „Wir erkennen nicht mehr, dass sich Horst Seehofer seiner politischen Verantwortung für die Bundesrepublik Deutschland bewusst ist“, schreiben sie und kommen zu dem Fazit: „Horst Seehofer sollte – noch vor der Landtagswahl in Bayern – vom Amt des Bundesinnenministers zurücktreten.“ In Bayern wird am 14. Oktober gewählt.

21.09.2018 - 06:00 [ Funke Zentralredaktion ‏/ Twitter ]

Was macht der Fall Hans-Georg #Maaßen mit den Bürger? Eine exklusive FUNKE-Umfrage mit @civey_de zeigt: Das Vertrauen der Deutschen in die Bundesregierung schwindet dramatisch.